Schraubadapter für elektrische Heizkörperventile

Billige und leider weit verbreitete Kunststoffadapter von Nachrüstthermostaten neigen zu versagen - dieser hier nicht.
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updated May 4, 2025

Description

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Seit Jahrzehnten gibt es elektrische Thermostate zum Nachrüsten als Ergänzung zur Programmierung der Zentralheizung. Ihre Hauptaufgabe ist die Anpassung der Heizleistung einzelner Heizkörper an die individuelle Raumnutzung. Neuere Versionen lassen sich per Funk ansteuern, ältere müssen umständlich über Tasten programmiert werden. Ob diese Geräte nun tatsächlich auch eine Verringerung der Umweltbelastung durch Reduzierung der Heizenergie darstellen oder ob sie aufgrund ihres immensen Batterieverbrauchs der Umwelt eher schaden, sei mal dahingestellt.

Das hier zur Verfügung gestellte Redesign Iher Verschraubungsteile zum Heizkörperventil hin löst ein Problem, welches auf eine schlechte Konstruktion der Originalverschraubung zurückzuführen ist, bei der der Thermostat sich schon bei normaler Erwärmung der aus Spritzkunststoff hergestellten Verschraubungsteile aus eigener Kraft vom Ventil abdrücken und schlicht abfallen kann. Auch ein zu festes Anziehen der Überwurfmutter kann zu einem spontanen Versagen der Verbindung führen. Dieses kann sowohl im Gewinde selbst als auch bei den Schnappfingern, die die Überwurfmutter halten, beobachtet werden. Umso unverständlicher ist der Umstand, dass diese unzureichend konstruierte Befestigung in den letzten 2 Jahrzehnten von vielen Herstellern 1 zu 1 kopiert wurde, wodurch heutzutage etwa ein Drittel aller angebotenen Nachrüstventile diese Schwachstelle aufweisen.

Wenn auch Sie betroffen sind und etwas gegen abfallende Heizkörperventile haben, dann probieren Sie doch mal mein Redesign. Es passt thermostatseitig auf viele der günstigeren Modelle von

  • eqiva
  • homematic
  • ELEKTROBOCK
  • IOIO
  • Eurotronic
  • OLYMPIA
  • fontastic
  • eQ-3

und wahrscheinlich noch auf viele andere.

Ventilseitig passt meine Konstruktion bislang nur auf

  • Danfoss RA (neue Serie),

da ich nur diese bei mir im Haus verbaut vorgefunden habe. Bei Bedarf und Zurverfügungstellung anderer Ventilgeometriedaten kann ich - sollte sich die Zeit finden - die Kompatibilität hier noch erweitern.

Das Design besteht aus 3 Teilen (siehe Photo): Die Überwurfmutter für den Thermostaten und ihr Gegenstück, der Gewindeaufsatz für das Ventil am Heizkörper, haben ein gröberes, dennoch selbsthemmendes Gewinde erhalten, was gegenüber dem Original weder abschert noch durchschnappt - auch dann nicht, wenn der Heizörper im Winter richtig warm wird. Damit die Überwurfmutter nicht von den unter Hitze weich werdenden Schnappern am Thermostat rutschen kann, weist sie einen kleineren Öffnungsdurchmesser auf. Zusätzlich verhindert der neu hinzugekommende, erst nach dem erfolgten Überwurf einzulegende Innenring ein solches Einfedern der Schnappfinger durch Blockierung ihres Federweges. Die vorhandene Schraube und Mutter zum Sichern des Gewindeaufsatzes auf dem Ventil werden einfach wiederverwendet.

Wie wird was gedruckt:

  • Überwurfmutter: PLA ist eine gute Wahl. Bei guter Betthaftung benötigt man noch nichtmal ein Brim. Die Mutter ist so zu slicen, dass die Seite mit der großen Fase nach unten zeigt und das Gewinde nach oben. Bei guter Düsenkühlung sollten Überhänge von Fase und Gewinde kein Problem darstellen. O.4mm Düse, 0.2mm Schichthöhe, 2 Wände und jeweils 4 Schichten oben und unten sowie 20% Infill reichen.
  • Innenring: PLA ist auch hier ok. Das Brim zur Erhöhung der Betthaftung habe ich gleich ins Design integriert. Das Teil wird voll gedruckt.
  • Gewindeaufsatz: Hier muß ein anderes Material als bei der Überwurfmutter gewählt werden, damit die Gewindeflächen nicht auf Dauer festgehen! Außerdem ist dieses Teil im Betrieb der größten Temperatur ausgesetzt. Ich empfehle PET, weil dieses auch die nötige Flexibilität aufweist, damit das Beuteil beim Weiten während der Montage nicht Schaden nimmt. Das Gewinde zeigt beim Druck nach oben. Brim und Support sind eigentlich nicht nötig. O.4mm Düse, 0.2mm Schichthöhe, 3 Wände und jeweils 4 Schichten oben und unten werden mit 20% Infill kombiniert. Bei alternativ 4 Wänden kann das Infill entfallen.

Die Düsentemparatur ist bei allen drei Bauteilen möglichst hoch zu wählen, da sie im Betrieb nicht unerheblicher, zyklischer Belastung unterliegen. Außerdem sollte man Überextrusion vermeiden, weil sonst das Gewinde schwergängig wird.

 

Model origin

The author marked this model as their own original creation.

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